03. Juli 2011
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Kotflügel an Kotflügel konnte man die Oldtimer auf dem Weg zum Start bewundern.
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Dicht gedrängt standen die Besucher beim Start in der Tiefenbronner Ortsmitte.   Tilo Keller, Eschwey (1)
Dicht gedrängt standen die Besucher beim Start in der Tiefenbronner Ortsmitte. Tilo Keller, Eschwey (1)
Die Startnummer eins hatte Walter Röhrl.
Die Startnummer eins hatte Walter Röhrl.
Begegnung in Schömberg.
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Cool waren die Teilnehmer, das fand auch Oldtimer-Miss Miriam Christ.
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Ziel im Liebenzeller Kurpark.
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Ein rollendes Auto-Museum

Walter Röhrl macht sich als erster auf die Fahrt nach Bad Liebenzell.

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Formschöne Auto-Raritäten mit schnurrenden Motoren oder röhrenden Hupen sorgten bei der dritten Tiefenbronn Classic für einen schnelleren Herzschlag unter Oldtimerliebhabern. Kurz vor dem Start traf man rund um den Ort auf liebevoll gepflegte Automobile, die dem Ruf der Oldtimerfreunde Tiefenbronn zu einer Ausfahrt für klassische Fahrzeuge folgten.

Gefühlvolle Hand nötig

Mit der Startnummer 1 war Walter Röhrl, zweifacher Rallye-Weltmeister, mit einem Porsche 356 B 2000 GS Carrera GT unterwegs. „Es sind Autos, die eine gefühlvolle Hand brauchen“, beschrieb Röhrl seine Faszination für diese schönen Automobile. Er sei sich bewusst, dass man auf so ein Auto aufpassen müsse, aber auf offener Straße könne man durchaus schon mal 100 Stundenkilometer fahren. „Hier in Tiefenbronn gibt es genauso Autoverrückte wie mich“, freute er sich.

Ganz offensichtlich vom Glück gesegnet zeigte sich Antenne 1 Moderator Oliver Ostermann, der mit einem VW-Bus T1 mit Baujahr 1958 fahren durfte. „Ich hatte lange Zeit einen Smart, aber seit ich Familie habe, fahre ich auch einen VW-Bus“, erklärte er. Die Fahrt in dem alten VW-Bus beschrieb er als unwahrscheinliches Glücksgefühl. „Da fährt man so ursprünglich“, schwärmte Ostermann. Dabei hatte es ihm ein noch viel größeres Fahrzeug angetan. „Wenn ich mir ein Auto aussuchen könnte, dann würde ich mir einen Bus aussuchen“, sagte Ostermann und deutete auf den Setra Reisebus mit Baujahr 1959.

Schweres Auto

Kurz vor zehn Uhr gab es die letzten Instruktionen von Fahrleiter Dieter Röscheisen, ehe die ersten Fahrer ihre Motoren starteten und der Tross sich quasi als rollendes Fahrzeugmuseum auf den Weg nach Liebenzell machte. Im Minutentakt rollten die schönsten Fahrzeuge von der Startrampe. Hinter den Lenkrädern waren weitere Rennlegenden zu entdecken. Dazu gehörte neben Günter Steckkönig und Eberhard Mahle auch Herbert Linge, der seinen Lehrvertrag noch unter Ferdinand Porsche bekommen hatte und später das Entwicklungszentrum in Weissach mit aufgebaut hatte. „Einem jungen Mann konnte damals nichts besseres passieren“, erinnerte sich Linge. Am Start war auch der frühere VfB Stuttgart Torwart Helmut Roleder, der VfB Präsident werden möchte. „Mir wurde gesagt, dass das Auto zu schwer ist für die Startrampe“, erklärte er. „Nicht dass jemand denkt, ich würde die Startrampe verfehlen.“ Rohleder wurde im Mercedes-Benz W 100 Pullmann mit Baujahr 1965 von seiner Frau Simone Zipperle begleitet. Die beiden engagieren sich bei den Tiefenbronner Oldtimerfreunden, haben selber aber noch keine Automobilrarität. Das stattliche Fahrzeug wurde ihnen vom Verein zur Verfügung gestellt.

Die Begeisterung über die schönen Autos war auch der frisch gekürten Miss Tiefenbronn Classic ins Gesicht geschrieben. „Ich habe das erste Mal mit alten Autos zu tun“, erklärte Miriam Christ. Sie begrüßte auf der Startrampe jeden einzelnen Fahrer. „Alle Autos hier sind toll“, urteilte sie. Und damit erging es ihr wie so vielen anderen Besuchern in Tiefenbronn, die ihre Liebe zu den alten Automobilen nur vielleicht schon etwas länger entdeckt haben als die 24-jährige.

Autor: Claudia Keller | Tiefenbronn

03.07.2011

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