

1967. Die Beatles hatten gerade ihren RR bemalten lassen, ich lebte nach meiner Ausbildung zum Schriftsetzer in Zürich und Bravo schrieb einen Wettbewerb für das am kreativsten, schrägsten, attraktivsten bemalte Auto aus. Da musste dann mein „Erasmus“ dran glauben. Unzählige Stunden hat es gekostet und nicht weniger ungläubige Blicke der Passanten, denn der Gestaltungsakt fand ausschließlich am Gehsteig meiner Bude statt.
Zu einem Preis beim Bravo-Wettbewerb hat es übrigens nicht gereicht, aber über das Bild von Erasmus und mir in der Bravo habe ich mich damals schon gefreut. Erasmus’ Alter? Keine Ahnung. Gekauft habe ich ihn 1966, da hatte er schon einige Jahre auf dem Buckel. Als ich dann ein halbes Jahr später nach England übersiedelte und den Wagen an einen befreundeten Studenten verschenkte riet ihm dessen Schwiegervater, das alte Ding zu verschrotten. Schade drum. Und noch was. Der einzige Kommentar meines Vater war damals: „In dieses Auto steige ich nie ein!“



