Nissan muss weltweit mehr als 600 000 Wagen in die Werkstätten zurückrufen. Lenkung und Batterie machen Probleme.
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Japans Autobauer fahren Produktion bald wieder hoch

Berlin (dpa) - Der japanische Autokonzern Nissan nimmt nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan die heimische Produktion wieder auf. Dies sei für diesen Donnerstag geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo.

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Auch bei Honda startet nach Unternehmensangaben der Großteil der Produktion vermutlich am Donnerstag wieder. Branchenprimus Toyota hatte angekündigt, die meisten seiner Werke Mitte der Woche wieder in Betrieb zu nehmen. Der Neustart der Teileproduktion ist für diesen Montag geplant.

Wegen der Naturkatastrophen in dem High-Tech-Land hatten unzählige Unternehmen Schaden genommen und die Produktion teilweise eingestellt. Dennoch erwartet der weltgrößte Autobauer Toyota kaum mit Auswirkungen in Europa. «Nur bedingt» werde es zu Lieferengpässen kommen. Aber auch in Deutschland waren Ausläufer der Krise angekommen: Opel muss die Produktion im Werk Eisenach wegen fehlender Teile unterbrechen.

Der Präsident von Toyota Deutschland, Toshiaki Yasuda, sagte der «Automobilwoche», mehr als 90 Prozent der in Europa verwendeten Teile seien lokal produziert. «Für die restlichen Bauteile aus japanischer Produktion läuft die Fertigung am 21. März bereits wieder an.» Im vergangenen Jahr stammten seinen Angaben zufolge etwa 77 Prozent der in Deutschland verkauften Autos aus europäischer Produktion.

Einen Ausblick wollte Yasuda nicht wagen: «Eine verlässliche Prognose lässt sich erst erstellen, wenn wir genau wissen, wie lange der Produktionsstopp in Japan andauern wird.»

Zuvor war bekanntgeworden, dass bald die erste deutsche Autofabrik wegen des Erdbebens in Japan stillsteht: Bei Opel fallen am Montag und Dienstag im Werk Eisenach jeweils zwei Schichten aus.

Das spanische Werk Saragossa wird den ganzen Montag angehalten. Am Freitag fällt dort überdies eine der Acht-Stunden-Schichten aus. In den beiden Werken wird der Kleinwagen Corsa produziert. Dafür fehlt ein Elektronikbauteil eines japanischen Zulieferers. Welche Komponente genau betroffen ist, blieb unklar. Die Opel-Mutter General Motors muss ein US-Werk für Pick-up-Trucks vorübergehend stilllegen.

Mit Vorhersagen zur weiteren Entwicklung halten sich die Autobauer zurück. Daimler-Chef Dieter Zetsche sagte der Branchenzeitung «Automobilwoche»: «Welche Auswirkungen die Katastrophe in Japan mittelfristig auf die Weltwirtschaft hat, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren.» Daimler hält seine Lastwagenproduktion im Land bis mindestens Dienstag an.

20.03.2011

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