

MÜHLACKER-DÜRRMENZ. Eine Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz des Schwäbischen Heimatbundes hat sich am Montagagbend im Gasthof „Zur Blume“ in Dürrmenz gegründet. Zudem fand sich eine Projektgruppe.
Dem Vorsitzenden des Schwäbischen Heimatbundes, Fritz-Eberhard Griesinger, ist eine gute „Bodenhaftung“ für die Arbeit des Vereins wichtig. Deswegen wird die Gründung der Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz sehr begrüßt. Je besser die Basis ist, desto besser können die Aufgaben zum Schutz von Kulturlandschaften, Kunst und Denkmälern sowie zum Erhalt und zur Weitergabe von Heimatgeschichte umgesetzt werden, sagte Griesinger.
Rund 120 Mitglieder hat der Verein im Bereich Vaihingen/Enz, Mühlacker, Maulbronn und Oberderdingen. Insgesamt gehören dem Schwäbischen Heimatbund 5100 Mitglieder in 14 Orts- und Regionalgruppen an. Die nun gegründete Regionalgruppe Stromberg-Mittlere Enz ist Nummer 15.
Als wichtige Aufgaben nannte Fritz-Eberhard Griesinger „die naturgegebenen und kulturellen Grundlagen unserer schwäbischen Heimat zu erhalten und zu stärken“. Die über 40 anwesenden Mitglieder wählten bei der Gründungsversammlung den verhinderten Maulbronner Bürgermeister, Andreas Felchle, zum Vorsitzenden der Regionalgruppe. Luise Lüttmann aus Schützingen und Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht wurden zu seinen Stellvertretern gewählt und Bernd Wellinger zum Kassier bestimmt. Laut Winfried Abicht hat sich bei der Gründungsversammlung eine aus sieben Personen bestehende Projektgruppe gebildet. Sie wird sich über Aufgaben Gedanken machen, die angegangen werden sollen. Erwünscht sei jeder, der sich daran beteiligen möchte. Wichtigste Aufgabe des Vorstandsgremiums wird es sein, Kontakte zu knüpfen, um interessante Projekte zu verwirklichen. Luise Lüttmann sah in der Denkmal- und Kulturlandschaftspflege ein sehr umfangreiches Aufgabengebiet.
Mit einem Referat ging Werner Konold vom Institut für Landespflege der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg auf die „Wiesenbewässerung in Süddeutschland“ ein. Im Anlegen von Kanälen, Stau- und Umleitungsvorrichtungen würde das Graswachstum als Futtermittel für das Vieh vergrößert. Wie Winfried Abicht sagte, werden solche Bewässerungssysteme in Lomersheim und Mühlhausen noch heute betrieben. Konold war wichtig, auf die kulturhistorische Bedeutung dieser mit großem Aufwand geschaffenen Bewässerungssysteme hinzuweisen.
Autor: pz-mitarbeiter volker Henkel



